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Bedeutung von Korruptionsprävention im Unternehmen

Vorbeugung von Korruption im Berufsalltag

Korruption ist ein stetig wachsendes, global relevantes Thema, denn diese gefährdet den freien und fairen internationalen Wettbewerb und benachteiligt einzelne Bevölkerungsgruppen auf eine unfaire Art und Weise. Die Folgen von Korruption wirken sich so­wohl auf wirt­schaft­li­cher und politischer als auch auf so­zia­ler Ebe­ne aus. Wenn nämlich Geld im öffentlichen Sektor bspw. für persönliche Beziehungen ausgegeben wird, geschieht dies zum Nachteil der Allgemeinheit, da diese öffentlichen Gelder verschwendet und nicht für eine nachhaltige Entwicklung verwendet werden. Korruption kann dabei viele Gesichter besitzen, ob Bestechung oder Bestechlichkeit im Geschäftsverkehr, wenn z.B. ein Bau­un­ter­neh­mer Auf­trä­ge durch Be­stechung er­hält oder Käuflichkeit in der Politik bzw. in öffentlichen Instituten, wenn bspw. Po­li­ti­ker ihren Freun­den und Ver­wand­ten gu­te Pos­ten ver­schaffen oder Ver­wal­tungs­be­am­te Bau­ge­neh­mi­gun­gen ver­kaufen.

Um diesem Problem entgegenzuwirken, werden die Gesetze und Richtlinien zunehmend strenger, weshalb auch die Konsequenzen in Form von Bußgeldern oder Strafen für korrupte Geschäftstätigkeiten ein existenziell bedrohendes Ausmaß annehmen können. Somit liegt Korruptionsprävention nicht nur im Interesse eines Staates, sondern auch im Interesse eines einzelnen Unternehmens. Falls Sie zudem Interesse an weiteren Compliance-Themen besitzen, können Sie hier weitere interessante Beiträge finden!

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Was ist unter Korruption zu verstehen?

Unter Korruption lässt sich der Missbrauch einer bestimmten Vertrauensstellung verstehen, welcher im beruflichen oder politischen Alltag auftreten kann. Das Ziel des Missbrauchs besteht darin, persönliche Vorteile für sich selbst oder einen Dritten zu verschaffen bzw. jemandem Vorteile zu gewähren, auf die kein rechtmäßiger Anspruch besteht. In der Praxis gestaltet sich jedoch eine exakte Einordnung einer Handlung als Korruption häufig schwierig. Dies lässt sich zum einen auf fehlende Kenntnisse in Bezug auf gesetzliche Vorgaben und zum anderen auf berufliche Alltagshandlungen zurückführen, welche erst ab dem Erreichen von gesetzlichen Grenzen unter Korruption fallen, wie z.B. die Annahme und das Anbieten von Geschenken und anderen Vergünstigungen oder das Spenden und Sponsoring.

Welche Folgen hat ein Verstoß?

Die Folgen eines Korruptionsverstoßes und die Grundlage der Strafzumessung sind jeweils Sache des konkreten Einzelfalls. Allerdings ist grundsätzlich davon auszugehen, dass im Falle eines Verstoßes mit empfindlichen Strafen, wie bspw. einer Freiheitsstrafe zu rechnen ist. Im Bereich des öffentlichen Sektors kann Korruption einerseits zu hohen materiellen Schäden und andererseits zu immateriellen Auswirkungen wie einem Vertrauensverlust der Bevölkerung führen. Im beruflichen Alltag können sich Beschäftigte hingegen schon dann strafbar machen, wenn diese Zuwendungen oder Geschenke des Arbeitgebers oder anderer Geschäftspartner annehmen. Solche Verstöße können mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren geahndet werden.

Neben Freiheitsstrafen kann eine Verurteilung wegen Bestechung oder Korruption zu erheblichen finanziellen Konsequenzen führen. Dabei gilt das Bruttoprinzip, bei dem die gewährten Vorteile der Entziehung durch die Behörden unterliegen. Bekommt ein Unternehmen also durch eine korrupte Transaktion einen Auftrag, so wird dem Unternehmen der gesamte gewährte Vorteil entzogen, wobei sich mögliche Ausgaben, die bei der Erfüllung des Auftrages entstanden sind, nicht mindernd auswirken. Zudem resultieren aus einer Verurteilung wegen Korruption Reputationsschäden, welche sich aufgrund des Vertrauensverlustes negativ auf bestehende und zukünftige Kunden- und Lieferantenbeziehungen auswirken können.

Wie kann Korruption von Mitarbeitern und Unternehmen vermieden werden?

Ein wesentlicher Faktor zur Vermeidung von Verstößen ist die präventive Korruptionsbekämpfung im Unternehmen selbst. Hierbei sollte eine Unternehmenskultur implementiert und gelebt werden, die sich eindeutig gegen Korruption positioniert. Zusätzlich sollten Unternehmen interne Richtlinien aufstellen, in denen u.a. Wertgrenzen und Verhaltensempfehlungen vorgegeben werden. Diese Richtlinien sollten nicht nur innerhalb des Unternehmens kommuniziert, sondern auch nach außen getragen werden. Allerdings beginnt die Korruptionsprävention schon vor dem eigentlichen Entstehen fragwürdiger Situationen durch eine Überprüfung und Aufklärung der Beschäftigten in korruptionsgefährdeten Positionen und externer Geschäftspartnerinnen und -partner, wie bspw. Lieferanten. All diese Maßnahmen sollten zudem durch eine Schulung aller Beschäftigten im Bereich der Korruption flankiert werden, um diese für gefährliche Situationen zu sensibilisieren und einen rechtskonformen Umgang im Berufsalltag zu fördern. Aber vor allem sollte es eine leicht erreichbare und zentrale Stelle im Unternehmen geben, an die sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei offenen Fragen wenden können und welche sich um Belange der Korruptionsprävention, wie das Erstellen und Aktualisieren der internen Richtlinien kümmert.

Weitere Maßnahmen, die ein Unternehmen ergreifen kann, sind z.B. die Einführung eines 4-Augen-Prinzips oder Mehr-Augen-Prinzips, eines ausführlichen Berichtswesens oder einer Jobrotation bei korruptionsanfälligen Positionen. Gerne unterstützen die Branchenexperten der Mitarbeiterschule Sie bei der Optimierung Ihres Unternehmens und begleiten Sie bei den einzelnen Prozessen und der Umsetzung einer Schulung im Bereich der Korruptionsprävention.

Welche Rolle spielt der Staat bei der Korruptionsprävention?

Die Korruptionsprävention des Staates basiert auf dem sog. 4-Säulen-Modell, welches vorliegend kurz erläutert wird: Das 4-Säulen-Modell verbindet die Gesamtheit der gesellschaftlichen Kräfte, die dazu dienen können, Korruption zu vermeiden und zu bekämpfen.

  1. Die erste Säule – Legislative
    Die erste Säule der Korruptionsbekämpfung bildet die Legislative, welche auf der kommunalen Ebene vor allem die Kommunalvertretungen (Stadträte, Kreistage etc.), ihre Mitglieder sowie Ausschüsse und weitere Gremien meint. Insgesamt bezieht diese auch Mandatsträger und politisch bestimmte Führungspersönlichkeiten mit ein.
  2. Die zweite Säule – Exekutive
    Die zweite Säule der Korruptionsprävention ist die Exekutive, welche die öffentliche Verwaltung und ihre geschaffenen Stellen abbildet (bspw. in Berlin die Zentralstelle für Korruptionsbekämpfung). Aufgaben dieser Stellen können u.a. in der Entgegennahme von Hinweisen über Korruptionsfälle sowie der Beratung und Information von Dienststellen und Bürgerinnen und Bürgern liegen.
  3. Die dritte Säule – Öffentliche Unternehmen
    Die dritte Säule stellen öffentliche Unternehmen dar, darunter fallen nicht nur Unternehmen öffentlich-rechtlicher Natur, sondern auch privatrechtlicher. Diese nehmen eine wachsende Rolle bei der Erfüllung öffentlicher Aufgaben ein und damit auch bei der direkten Prävention von Korruption.
  4. Die vierte Säule – Zivilgesellschaft und Medien
    Die letzte Säule bilden die Zivilgesellschaft und die Medien, welche in Form von Bürgerinnen und Bürgern, Nichtregierungsorganisationen (kurz NGOs) sowie Presse, Funk, Fernsehen und Internet auftreten können und denen eine große Bedeutung bei der Herstellung von Transparenz und öffentlicher Kontrolle zukommt. Dabei spielen die Medien eine besondere Rolle in der Prävention, da diese vor allem die Aufdeckung von Korruptionsskandalen und die damit verbundenen Konsequenzen vorantreiben.

Häufig werden Korruptionsfälle lediglich als Verfehlungen Einzelner betrachtet, dabei spielen die strukturellen Rahmenbedingungen eine wesentliche Rolle bei der Begünstigung oder Erschwerung korrupten Verhaltens. Deshalb können Unternehmen mit einer ausformulierten Strategie, welche z.B. interne Verhaltensrichtlinien und Schulungen der Beschäftigten beinhaltet, Korruption effektiv bekämpfen und vorbeugen. Falls Ihnen dieser Blogbeitrag gefallen hat und Sie mehr über das Thema Schulungen im Bereich der Korruptionsprävention erfahren wollen, können Sie hier weitere Informationen zu unseren E-Learning-Schulungen erhalten.


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